Beiträge von Oliver123

    Na gut, dann bringt Euer sauer verdientes Geld halt der zugegebenermaßen leidenden (warum wohl...) deutschen Automobilindustrie. Es wird sie leider absehbar dennoch nicht vor dem Untergang bewahren.


    Ich hab' seit vier Jahrzehnten keine Inspektionen durchführen lassen und werde das deshalb auch künftig nicht tun. Von dem dabei gesparten Geld konnte ich bisher jede Reparatur locker bezahlen.


    Nix für ungut. Aber bitte auch nicht mehr jammern, dass Autofahren teuer ist.

    Deine Meinung zum E-Auto, welches Du selbst offenbar gar nicht fährst.


    Ich halte es dagegen eher für eine "dumme Idee" regelmäßig viel Geld für die im eingangs beschriebenen reichlich simplen Arbeiten des Wartungsplans auszugeben, um dann im Fall eines Falles Reparaturen letztlich doch ganz oder zumindest großenteils aus eigener Tasche bezahlen zu müssen.


    Aber ja, es stimmt: Wer das bei uns Deutschen so allgegenwärtige Gefühl der totalen Sicherheit liebt, sollte alle Inspektionen penibel einhalten, immer den größtmöglichen Versicherungsschutz abschließen, nur sonntags und nur bei schönem Wetter fahren. Oder doch besser gleich zu Fuß gehen.


    Erich Kästner (hatte übrigens auch keinen E-Corsa) hatte dazu mal gesagt:

    Seien wir ehrlich: Leben ist immer lebensgefährlich.

    Oder man verdient mit dem Service beim E-Fahrzeug viel weniger, so dass man den Kunden eben öfter zum Service "zwingt", weil man sonst die Garantie für die Antriebsbatterie verliert.

    *spekulationundsarkasmus*

    Genau so ist es!


    Im Prinzip gibt's am E-Auto kaum etwas zu inspizieren, bzw. zu Warten. Das Ganze ist reine Geldmacherei, um die Kunden regelmäßig ins Autohaus zu nötigen, um ihnen dort Dinge zu anzudrehen, die sie nicht wirklich brauchen.


    Wer sich dann beklagt, dass diese sinnfreien Inspektionen zu viel kosten, bekommt ein tolles Angebot für das aktuelle Modell verbunden mit dem Versprechen, dass das viel besser sei und Leasing alle Probleme dieser Welt löst. War beim Verbrenner auch schon so.


    Wenn im Display keine Probleme angezeigt werden, reicht es völlig aus, alle zwei Jahre zum TÜV (Dekra etc.) zu fahren. Alles andere entspricht der in Deutschland allzu verbreiteten Sehnsucht, sich für alles absichern zu wollen, um dann beim "lückenlos Scheckheft gepflegten" Gebrauchtwagen feststellen zu müssen, dass trotzdem Reparaturen fällig werden, bei denen man vergeblich auf Kulanz des Herstellers hofft.


    Hat nix mit Opel zu tun, ist bei allen Marken so.


    Spart Euch das Geld für die teure Inspektionen und bezahlt damit einfach Rechnungen für Reparaturen, wenn sie tatsächlich nötig sind.


    Den Innenraumfilter könnt Ihr selbst für kleines Geld tauschen, die Brems- und Kühlflüssigkeit macht die kleine Autowerkstatt Eures Vertrauens und wenn Ihr tatsächlich nicht erkennt, ob Eure Reifen abgefahren sind, fahrt künftig einfach Öffis.


    Viele Grüße


    Oliver

    Im Prinzip ist an E-Autos "eigentlich" nichts mehr zu Warten. Fehlerauslesen, Sichtkontrolle und gut ist's.


    Deshalb haben sich die Konzerne (nicht nur Opel) neue Einnahmemöglichkeiten einfallen lassen und dann kostet der Wechsel des Pollenfilters (ca. 10 Euro als Ersatzteil im Handel) schnell mal über 100 Euro. Der Tausch ist in etwa so kompliziert, wie der Einsatz eines Papiertaschentuchs.


    Bremsen nach 12.500 Kilometern Laufleistung zu erneuern und dem Kunden dafür über 700 Euro abzunehmen, ist in meinen Augen an Dreistigkeit nicht zu überbieten. Die Bremsen sind DANN fällig, wenn sie auf dem Prüfstand die geforderten Werte nicht mehr bringen. Einfach zur nächsten Prüfstelle fahren und ne Hauptuntersuchung durchführen lassen, wenn man den Verdacht hat, da sei was nicht in Ordnung.


    Ich finde die Gesamtrechnung von über 1.000 Euro bei einem vom Opel-Händler gekauften zweijährigen Fahrzeug mit so niedriger Laufleistung eine einzige Unverschämtheit und wenn ich solche Berichte lese, dann frage ich mich, ob die Entscheidung für ein junges E-Auto richtig war oder ich nicht hätte auch weiterhin alte Verbrenner fahren sollen, die keinen Wertverlust mehr haben und sich mit ein paar wenigen Hundert Euro im Jahr für Wartung, Pflege und Reparatur zufrieden geben.


    Oliver

    Herzlichen Dank für diese Super-Anleitung!


    Hab' das heute Nachmittag genauso nachgebaut. 20 Euro Kosten (für Hella-Fanfaren-Set aus ebay) und ca. eine Stunde Schrauberei. Jetzt klingt der Corsa nicht mehr wie ein franz. Kleinwagen aus den 1970ern, sondern wie ein richtiges Auto.

    Seit Februar bin ich mit dem elektrischen Corsa fast 3.000 Kilometer unterwegs gewesen. Nun war ich zwei Wochen im Urlaub und hatte als Mietwagen einen fast neuen Peugeot 208 als Benziner, mit dem ich rund 900 Kilometer gefahren bin.


    Die beiden Fahrzeuge sind so ähnlich, dass ich anfangs im Peugeot ein paar Mal vergessen hatte, die Kupplung zu treten. Umgekehrt greife ich zurück im Corsa nun wieder zum -natürlich nicht vorhandenen- Zündschlüssel, wenn ich das Fahrzeug abstellen will.


    Der Peugeot ließ sich mit aus meiner Sicht sensationell günstigen 4,9 Litern Super 95 im Schnitt betreiben und war auch ansonsten ein sehr angenehmer Begleiter. Sieht man mal davon ab, dass der obligatorische Geschwindigkeitswarner nach jedem neuen Start manuell abgeschaltet werden muss. Ansonsten piepst es permanent. Nicht weil ich ständig zu schnell fahre, sondern weil das Fahrzeug so ziemlich überall Limits erkannt haben wollte. So rein optisch hat mir der Peugeot von außen sogar besser gefallen als der Opel. Innen fand ich dagegen den Corsa klar besser als den 208 mit seinen (zu) vielen verstreuten Schaltern und umständlichen Funktionen (okay: Geschmackssache).


    Was ist aber nun besser: Benziner oder Elektro?


    Für mich ist's klar: Der Benziner ist ein modernes flott zu fahrendes Gefährt, an dem es nicht viel zu kritisieren gibt. Aber: Der Elektro fährt sich dennoch besser. Die elektrische Power bei der Beschleunigung toppt klar den Verbrenner. Mit dem E ist man selbst dann flinker beim Anfahren wenn man es gar nicht drauf anlegt. Und dann habe ich auch noch festgestellt, dass ich auf ein Schaltgetriebe gerne verzichte. Fand die alten Automaten von VW oder Opel früher (1980er Jahre) eine ziemliche Zumutung. Das ist heute kein Thema mehr. Der Fahrspaß wird dadurch nicht getrübt, im Gegenteil: Ein stufenloser E-Antrieb macht mehr Spaß zu fahren.


    Zu den Kosten:

    5 Liter Super 95 im Peugeot 208 sind derzeit 10,50 Euro

    17 KWh im Corsa kosten 5,10 Euro, mit eigener PV noch viiiiiel weniger.


    Ergo: Bessere Fahrleistungen für weniger Geld. Mein elektrischer Corsa ist daher zumindest für mich nach nun eigener Erfahrung klar die bessere Wahl.


    Oliver