Ich kann es nachvollziehen. Eigentlich ein gelungenes Auto, gute Hardware bis auf den Onboardcharger, wenn da nicht die unausgereifte Software wäre. Zum Glück ist der Gebrauchtwagenmarkt gut.
Meinem Schwiegersohn habe ich gestern von Stellantis abgeraten, wegen der Software.
Unausgereifte Software ist das eine, aber dann sehe ich auch noch ein veritables Problem in den Werkstätten:
Wenn der FOH einen Mitarbeiter als EFK nachweisen muss, und es einen trifft, der da eigentlich gar nicht so richtig Interesse dran hat, die EVs zu warten (sprich: keine Begeisterung für das Thema hat), dann kann das nichts werden. Hier geht es ja in erster Linie um Softwaretechnik und elektronische Systeme.
Wir waren kürzlich bei einer größeren Filiale es großen Opel-Händler im Raum HH und haben um ein Beratungsgespräch vor Reparaturversuch gebeten. Antwort: 'Unser E-Männchen hat gerade Urlaub.' - sprich, da ist nur eine Person, die das Thema EV beackert. Der Rest der Werkstattbesatzung kann das nicht.
Die klassische Fahrzeugtechnik ist hier weniger im Fokus. Da brauchst es dann auch ein wenig tieferes Verständnis für die Themen als nur die Schulungen zu besuchen, die z. T. Trainer erteilen, die sich die Dinge auch mehr angelesen haben als aus eigener Erfahrung zu sprechen.
Den Eindruck habe ich bei meinem FOH. Ich will den Leuten in der Werkstatt nichts an den Kittel flicken, aber ohne Interesse wird's Dienst nach Vorschrift und dann tauscht man halt Teile, ohne zu verstehen, was man da tut. Und für den Kunden wird's teuer, z. T. sehr teuer.
Mir tun dann die Leute leid, die von der Technik so gar keine Ahnung haben und nicht eben mal einen Kumpel und Werkstattbesitzer um eine neutrale Einschätzung von Diagnosen bitten können und dem Händler diesbzgl. vertrauen und auch ein wenig ausgeliefert sind.